Das erste 'Eigene': eine C42
...mit Glascockpit :-)
Die C42 war extrem leicht, sie wog nur 275 kg. Es war eine Extraanfertigung für Heinz Korella und war vorher seine Wettbewerbsmaschine. Es wurden einige Kohlefaserteile verbaut. Ein unglaublich leicht und schön zu fliegendes Ultralight. Ideal zum Lernen. Ich (Rainer) fliege dieses UL heute immer wieder mal gerne, auch wenn die Ovation immer ganz traurig schaut, wenn ich C42 fliegen gehe...
Weitere Daten:
- 90 Liter Sprit
- 160 km/h Reisegeschwindigkeit
- Reichweite ca. 1000 km
Die Unvollendete: Experimental MCR 01
Flieger komplett aus Kohlefaser
Kurz vor Fertigstellung machte der Hersteller pleite. Und obwohl mir versprochen wurde, den Flieger aus der Insolvenzmasse kaufen zu können, ersteigerte der Hersteller das Flugzeug zurück. Ein Schelm wer Böses dabei denkt....
Die MCR 01:
- 145 KN (264 km/h) Reisegeschwindigkeit
- 1100 km Reichweite
- 10 bis 15 l/h Verbrauch!
Die Schöne: Fascination
UL ?: 100 PS Einziehfahrwerk und Verstellpropeller
Ein zwar filigraner Flieger mit Allüren, er brachte mich aber bis in die Westsahara. Die Fasci fliegt sich wie ein Jagdflugzeug, hängt unglaublich gut am Steuerknüppel. Sehr niedrige Flugkosten und ein Feeling wie bei einem richtigen Flugzeug: Einziehfahrwerk, Verstellpropeller und gute Aerodynamik machen sie auch schnell.
Birgit ist aber nur einmal mitgeflogen. Dann hat sie mich mit einer Mooney IFR nach Kroatien mitgenommen. Wir brauchten von Bayern auf die Insel KRK 1:56h! Mooney fliegen ist speziell: Auch bei leichten Turbulenzen brauchen wir kein Gas rausnehmen. Die Fascination hätte es da wohl zerlegt :-( . Wir denken, dass es kein besseres Reiseflugzeug unter den Viersitzern/Einmots gibt.
Vier Wochen später hatte ich dann auch eine Mooney M20J.
Eine kleine Geschichte erklärt etwas den gewaltigen Unterschied zwischen einer Fascination und einer Mooney: Die Reisegeschwindigkeiten beider Flugzeuge liegen theoretisch nicht weit auseinander. Birgit (mit Mooney) und Rainer (mit Fasci) fliegen im Formationsflug. In der Luft liegt etwas Thermik, und Rainer fliegen fast die Zahnblomben raus. Er mußte die Speed immer mehr rausnehmen. Über Funk kam dann von Birgit: Ich fahr jetzt gleich die Klappen! So langsam kann ich nicht. Dann schob Birgit alle Hebel nach vorne und verschwand am Horizont.
Birgit bringt mich zum Mooney fliegen
Das Cockpit wurde vom Osterhasen besucht
Ein ideales Reiseflugzeug, Birgit fliegt seit 1997 nichts anderes mehr. Mit 200 PS waren bis zu 165 Knoten (300 km/h) bei einem Verbrauch von 46 Litern/h machbar. Die Reichweite beträgt 1000NM (1800 Kilometer). Zugelassen für den Instrumentenflug hat uns dieses Flugzeug sehr viel Spaß gemacht und immer ans Ziel gebracht.
Und es ist ein sehr sicheres Flugzeug: In IMC (du siehst nix) über den Alpen hat uns einmal eine Windscherung mit einem Schlag um 1000 ft (300 m) nach unten 'gehauen'. Der Autopilot streikte, der Flieger behielt seine Fluglage und Birgit die Ruhe. Ich denke, dass wenige Flugzeuge so etwas ohne Luftzerleger überstehen. Da Rainer jetzt auch den IFR Schein machen möchte, kam als nächstes Flugzeug nur eine Mooney mit Enteisung in Frage, obwohl Cirrus SR22 und Columbia 350 auch in der engeren Wahl standen. So wurde es eine Mooney Ovation...
Die Mooney Ovation:
Birgits und Rainers Traum: Unsere Mooney Ovation
Cockpit bei Nacht
Die Ovation haben wir in Frankreich gekauft. Es war der Flieger von dem Sänger Michel Sardou. Mit 400 Flugstunden gerade einmal eingeflogen :-)
Bei der Überführung von Paris nach Egelsbach wurde der Funk mit dem französisch registrierten Flugzeug dann sehr lustig. Natürlich sprechen wir mit den Lotsen in Frankreich englisch, geantwortet wurde uns immer in französisch. Kaum in Deutschland ändern wir unsere Anrede sofort auf deutsch. Man kann es sich fast denken: man antwortet uns in englisch.
Die Entscheidung für eine Ovation fiel uns leicht. Wir wollten ein voll IFR taugliches Flugzeug mit Sauerstoff und Enteisungsanlage. Aber ohne die Tücken und Macken eines Turbos (Birgit ist einmal durch Turboausfall in den Alpen notgelandet). Und einem Motor, der die TBO von 2000 Stunden auch in jedem Fall erreicht. So fiel die Wahl schnell auf die Ovation, denn sie hat einen äußerst robusten 280 PS Continental 6-Zylinder Motor mit richtig Dampf(von 310 auf 280 PS über die Drehzahl gedrosselt). Dieser bringt uns auch wenn nötig über das Wetter (20.000 ft, 6600 m). Auf dem Weg dorthin kann dann ruhig etwas Eis kommen, unser Flugzeug ist mit einer TKS-Enteisung ausgestattet. Jede Frontfläche wird mit Alkohol/Glykol Lösung benetzt, und das Eis kann nicht haften bleiben. Die Ovation ist für bekannte Vereisungsbedingungen zugelassen, da jede TKS Pumpe doppelt ausgelegt ist. Im November 2007 erwischte uns dann auf einem IFR Flug ein Schneesturm mit richtig Eis. Das TKS hat seine Bewährungsprobe bestanden.
Die Stärke der Ovation ist der Verbrauch und die Reichweite, und das Ding fliegt richtig schnell. Im Winter liegen auch oft die vom Hersteller versprochenen 187 Knoten (346 km/h) Reisegeschwindigkeit (TAS) an, allerdings ROP und 18 Gallonen. Bei Rückenwind waren es bei einem unseren letzten Flüge 210 kt (389 km/h) Groundspeed in FL 70. Bei 135 kt liegt der Verbrauch in dieser Höhe bei 10 Gallonen, bei Fullspeed (LOP) ca. 14 Gallonen. In 13.000 Fuß (FL 130) und 175 Knoten ist die Ovation mit max. 11 Gallonen (LOP) sehr sparsam. Die Reichweite beträgt dann bis zu 2400 Kilometer inkl. IFR Reserve.
In der Regel wird unsere Ovation zwischen 6000 und 14000 Fuß bewegt. Hier kann das Flugzeug seine Vorteile am besten ausspielen.
Ausgestattet ist die Ovation mit klassischer IFR-Ausstattung plus:
- Garmin GNS 530
- Garmin GMX 200 (Jeppesen IFR Charts)
- Garmin 695
- Garmin S-Transponder 330
- King Autopilot
- TCAS (wir sehen auch die anderen :-) )
- 3 künstlichen Horizonten
- Shadin Reiserechner mit Verbrauchsanzeige
- Insight Engine Monitor
- Satelliten Telefon
- FlyMap L inkl. elektr. Künstlichen Horizont, VFR Anflugkarten und Radarbild plus Gafor Upload über Iridium
- Festeinbau Sauerstoff
- TKS Enteisung
- Gami Injektors (Einspritzdüsen für gleichmäßigen Fuelflow zu den Zylindern und damit ruhiger Motorlauf bei LOP)
- 2 Batterien und getrennte Stromkreise
- 2 Lichtmaschienen
- Stormescope
- neues ELT
- Stromschalter nur für Garmin 530 (Request Startup und Flugplanaufgabe)
- 240 Volt Steckdose
- iPad für Jeppesen IFR Charts (Backup)
Der Mensch wird nur der Welt gewahr,
die er schon in sich trägt. Saint-Exupéry