meine fliegergeschichte

Ich werde oft gefragt, wie ich zum Fliegen gekommen bin. Ich durfte ´mal vorne rechts sitzen und selber steuern, neben mir saß ein Fluglehrer. Das hat mich so fasziniert, dass ich kurze Zeit später angefangen habe fliegen zu lernen. Damals wohnte ich in München und habe mich für die Flugschule Jesenwang entschieden. Am 16. Mai 1992 hatte ich meine erste Flugstunde mit einer Cessna 150, und am 7.9.1992 meine ersten Solo-Platzrunden - ein Erlebnis, dass kein Flieger je vergißt. Über den Winter machte ich die Theorieprüfung, und am 7. Juli 1993 bestand ich die Prüfung zum PPL A. Ich darf alleine ein Flugzeug fliegen!

 

An meinem 30. Geburtstag im Oktober 1993 flog ich im Urlaub in Südfrankreich im Aéro Club d´Antibes in Cannes mit einer DR 400 von Cannes aus in die französischen Südalpen. Mit Patrick, einem Fluglehrer des Clubs, der die französischen Altiports sehr gut kennt, flog ich nach Alpe d´Huez, Méribel und Courchevel. Ein wunderschönes Flugerlebnis!

 

 

Anflug auf Alpe d´Huez Anflug auf Alpe d´Huez
vor der Landung in Alpe d´Huez vor der Landung in Alpe d´Huez

 

 

Ende August 1994 flog ich zum ersten Mal selber über die Alpen nach Kroatien auf die schöne Insel Losinj. Eine Gegend, in die ich danach noch viele Male hingeflogen bin und immer noch gerne hinfliege.

 

Im Februar 1995 führte mich mein Weg wieder in die französischen Alpen. Mit meinem damaligen Fluglehrer Wolfgang flog ich mit einer Piper Turbo Arrow für 2 Tage nach Courchevel zum Ski fahren. Auf unserem Rückflug am 15.2.1995 von Courchevel nach Leutkirch hatten wir technische Probleme: die Verbindung vom Turbolader zum Motor löste sich. Wir flogen in 10.000 ft über Sion im Rhonetal und dann über die Schweizer Alpen als plötzlich die Leistung des Fliegers dramatisch nachließ und die Geschwindigkeit extrem sank. Wir schoben den Throttle ganz nach vorne, aber ohne Effekt. Jetzt hieß es sinken, um Geschwindigkeit aufzubauen, nur wohin - über den Alpen ist nicht viel Platz zum Sinken. Die Überziehwarnung und/ oder die Fahrwerkswarnung heulte ununterbrochen, und nach einigem Kreisen setzte Wolfgang die Maschine auf einem zugeschneiten Geröllfeld in der Nähe des Furkapasses in 2.700 m Höhe auf. Ein Wunder dass wir noch leben! Außer einer Verletzung an meiner Stirn, die genäht werden mußte, ging es uns gut.

Die Bergung war genauso spektakulär. Trotz genauer geographischer Koordinaten dauerte es 3 Stunden bis ein Hubschreiber der Schweizer Luftrettung zu uns kam. Nur hatte in dieser Zeit der Wind so zugenommen, dass der Hubschrauber nicht mehr in unserer Nähe landen wollte. Ein einziges Mal hatte ich Skier im Flieger und dann brauche ich sie auch: Der Hubschrauber holte 2 Schweizer Bergführer, die mit Skiern zum Flieger kamen, wir stiegen dann mit ihnen gemeinsam ca. eine Stunde auf Skiern zu der Stelle, an der Hubschrauber gelandet war.  

 

 

 

Notlandeplatz in der Nähe des Furkapasses Notlandeplatz in der Nähe des Furkapasses
Bergung des Flugzeugs mit dem Hubschrauber Bergung des Flugzeugs mit dem Hubschrauber

 

 

Doch diese Notlandung hat mich nicht vom Fliegen abgehalten. Zwei Wochen später saß ich wieder im Flieger. Im Juli 1995 flog ich auch wieder über die Alpen nach Kroatien.

Im Herbst 1995 machte ich zwei Wochen Fliegerurlaub in Kanada und flog mit einer C 172 von Victoria auf Vancouver-Island, u.a. nach Seattle zu Boing Fields, nach Vancouver und über Mount Whistler.

 

Im 1996 begann ich mit der IFR-Ausbildung. Mit dem Gröger Fernlehrgang kämpfte ich mich durch die grauenhafte IFR-Theorie, dann folgte die Simulatorschulung bei der ICON in Nürnberg und anschließend die praktische Ausbildung auf einer Beech Bonanza. Am 1. Juli 1997 bestand ich die IFR-Prüfung.

 

Im Herbst 1997 wurde ich Mitglied im Flugsportclub Odenwald in Walldürn und fliege seitdem Mooney. Seit Sommer 2005 fliege ich zusammen mit Rainer, den ich auch gleich für Mooney begeistern konnte.